Web’n Walk von T-Mobile – Viele Löcher im Käse

Web’n Walk von T-Mobile – Viele Löcher im Käse

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Zauberwort HSDPA! Klingt doch schon mal Klasse, obwohl man die Buchstaben auch leicht verdrehen kann. Selbst die T-Mobile Hotline wird da schnell mal durcheinander und macht daraus HDSPA, Spa klingt ja gleich noch besser, so nach Lounge und relaxen. Sollte man auch umbenennen, denn in den meisten Gegenden funktioniert das angepriesene HSDPA noch gar nicht, 7MBit sind Zukunftsmusik für uns Nicht – Großstädter.
Nach meinem Umzug in ein Eigenheim, das nun mal in einem Vorort liegt, ist nix mehr mit DSL. Also werde ich natürlich leicht panisch und klappere alle möglichen Dienste und Anbieter ab. Ich frage auch hier im Ort herum, aber zufrieden bin ich mit keiner Aussage. Um DSL habe man sich schon des öfteren gekümmert, aber die Telekom sagt nein, sei unrentabel. 1000 Seelen Gemeinde, 400 Haushalte, zu wenig für die Telekom. Was also noch? Internet via Satellit? Nein danke, hatte ich auch schon mal, nicht gerade toll. Interent via Richtfunk? Zu unzuverlässig. Einen Ort weiter wirds angeboten, Antenne ans Haus klatschen und mit 2MBit surfen. Aber bitte nur maximal 2GB Daten übertragen up und down, wird alles zusammengerechnet. Und bei schlechtem Wetter? Pustekuchen, kein Empfang oder nur 100KBit. Da ist ja ISDN schneller 😉
Nur keine Panik denke ich mir, es gibt ja noch andere Wege. Zufällig läuft gerade mein alter Handy-Vertrag aus und eine nette Dame von der Telekom ruft mich an. Neuen Handyvertrag abschliessen? Klar doch, brauche ich ja und ein neues Handy kommt auch gerade recht. Ich erkläre ihr mal spasseshalber mein Dillemer. Ihre Antwort? Sie checkt mal schnell die Verfügbarkeit für DSL, sorry, nix zu machen. Aber das weiß ich schon. Aber da gibts noch die Möglichkeit per Mobilfunk und USB – Stick? Ehrlich? Na dann dort mal bitte Verfügbarkeit prüfen. Gesagt getan, sie sagt mir 2MBit zu per UMTS. Die Karte kann sich übrigens jeder mal anschauen und zwar hier
http://www.t-mobile.de/funkversorgung/inland/0,12418,15400-_,00.html

Wer jetzt in einem Magenta-Traum erwacht, der hat Glück und es gibt UMTS oder gar HSDPA. Bei mir sieht die Sache allerdings lustiger aus. Grau in Grau, umgeben von einigen lustigen Magenta – Punkten. Heisst, an meinem Standort gibts GPRS (236KBit – oh ja) und 50m südlich von mir gibts tatsächlich UMTS. Stimmt sogar, bin mit dem Laptop hingelaufen und siehe da, es klappt. Gut, das wusste ich bis dato nicht und konnte das ganze erst vor ein paar Tagen ausprobieren. Der Schock war groß, die Hotline von T-Mobile mal freundlich, mal gelassen, mal höchst nörgelig. Die beste Auskunft kam von einem Herrn aus Thüringen, der mir anbot das Gebiet ausbauen zu lassen. Hey, die bauen extra für mich aus? Ich müsse nur schnell an den Kundenservice der T-Mobile schreiben und in zwei Wochen hätte ich (jetzt festhalten) 7,2MBit Datenrate. Heisst, ich hätte HSDPA.
Der nächste Anruf war wieder ernüchternd, der Mitarbeiter erklärte mir, daß so ein Ausbau schon ein paar Monate dauern würde und nur bei genügend Bedarf realisiert werden würde. Das klingt schon mehr nach so einem Großkonzern.
Morgen werde ich also von meinem ausserordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen und das ganze trotz Überziehung der 14-Tage Frist kündigen. Zugesagt waren 2MBit, real sind es 236KBit mit denen ich als Agentur-Inhaber nichts aber rein gar nichts anfangen kann. Musste gerade gestern noch einen Entwurf an einen großen Hersteller landwirtschaftlicher Produkte senden. Knapp 90MB war die PDF – Datei groß (mehrere Seiten mit vielen Grafiken und Bildern) und mein kleiner Laptop lief die ganze Nacht durch. Der Upload ist seltsamerweise schneller, knapp 300Kbit/s. Aber auch das ist zu lahm.

Wer also auf Web’nWalk reiten will, bitte vorher gründlich informieren. Klappt es @home nicht, dann gleich wieder kündigen. Der Ausbau ist zwar geplant, aber wie lange es dauert weiß niemand so genau.

Ansonsten ist das System sehr nett. Hatte das Laptop auch schon unterwegs dabei, aber für mich lohnen sich die knapp 40 Euro pro Monat / Flat nicht. Wer es also braucht sollte es mal testen. Wer allerdings auch in einer ländlichen Gegend wohnt, bitte vorher genau auf der Verfügbarkeitskarte prüfen was geht und was nicht.

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4 Comments

  1. Die Kündigung wurde problemlos akzeptiert, eine Bestätigung habe ich zwar keine bekommen, aber die letzte T-Mobile Rechnung spuckte mal keine zweite Rufnummer oder den WebNWalk Tarif L aus.
    Aber harren wir mal der Dinge die da kommen.

  2. Ich habe das gleiche Problem. Ich wohne am äußersten Stadtrand von Köln und T-Mobile bestätigte mir auf meine Nachfrage hin, dass es dort tatsächlich kein GSM- und UMTS gibt und der Neubau einer Sendestation in den nächsten Jahren nicht geplant sei. Die Begründung für meine Kündigung hat T-Mobile damit praktisch selbst geliefert.
    T-Mobile hinkt leider wieder einmal hinterher. Vodafone hat gerade eine brandneue UMTS Station fast vor meiner Haustür errichtet und jetzt werde ich zusehen, dass ich dorthin wechseln kann. Dummerweise wusste ich bei Abschluß des Vertrages nicht, dass der Sendemast Vodafone gehört. Steht ja nicht drangeschrieben. Habe ich erst durch Nachforschen herausbekommen.
    Ich habe vor 3 Tagen bei T-Mobile gekündigt. Bisher keine Antwort. Wenn die sich querlegen werde ich mir jemanden suchen müssen der den Vertrag übernimmt.

  3. Und JK? Schon was gehört? Ist ja nun doch schon eine Weile her. Hat T-Mobile kulanterweise den Vertrag aufgehoben?

  4. ich bin demnächst 2 wochen zelten und möchte natürlich zur not mein handy mithaben … gibt es sowas zum reisen, das ich es aufladen kann, ohne mih in unkosten zu stürzen?
    in rumänien,,, eine woche wandern eine woche zelten

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